Context Aware Music Portal

CAMP ist die Abkürzung für Context Aware Music Portal und war vonSommer 2005 bis Sommer 2006 ein studentisches Forschungsprojekt unterder Leitung von Prof. Dr.-Ing. Jürgen Ziegler und Dipl.-Inform. Tim Hussein. Die studentische Forschungsgruppe bestand aus Daniel Westheide B.Sc., Joel Fischer B.Sc., Stephan Meissner B.Sc. und Dirk Westrup B.Sc.

Inhalt des Projekts

Die studentische Forschungsgruppe explorierte im Rahmen desStudienprojekts, welche Adaptionsmaßnahmen (Inhaltsauswahl, Einbindungexterner Dienste, Navigation und Präsentation) in einer dynamischenWebapplikation sinnvoll und umsetzbar sind. Ziel des Projekts war es,anwendungsspezifische, sowie allgemein verwendbare Adaptionskomponentenzu entwickeln und diese anhand eines Anwendungsszenarios zu testen.

Die Auswahl dieses Szenarios beruhte auf Überlegungen zu der Frage,welche Anwendung sinnvoll adaptiv gestaltet werden kann, so dass sichfür deren Benutzer ein tatsächlicher Mehrwert ergibt: AlsMusikliebhaber findet man sich oft vor seinem CD-Regal wieder und istunschlüssig, welche CD zu seiner aktuellen Stimmung passt. Auch wünschtman sich oft mehr Auswahl, nur – zu seinem eigenen Musikgeschmacksollte die Musik schon passen. Aber wie sucht man nach Musik, von derman weder Interpret noch Titel kennt? Auch möchte sich ein Musikfreundgerne über Künstler informieren. Die Art der Produktpräferenz kannvielschichtig sein.

So können Rezensionen von Alben oder Auftritten, Interviews mitKünstlern oder Beschreibungen ganzer Musikgenres im Bereich desInteresses des Nutzers liegen. Auch hier ergibt sich für denInformationssuchenden wieder das Problem, dass er Künstler, Musikstückeoder Alben, die nach seinem Geschmack sind, nicht kennt und somit einegezielte Suche nach seinem Musikgeschmack nicht möglich ist. Dienste,die Produkte im Musikbereich anbieten, sind zahlreich. Konzertkarten,Bücher und Fanartikel können webbasiert bei vielen Anbietern bezogenwerden. Was, wenn der Musikfreund an Konzerten von Künstlern, die ausseiner Region stammen, interessiert ist? Oder Musik nach seinemGeschmack live in der Nähe seines Wohnorts erleben möchte?

Die Erkenntnis, dass es ein adaptives Musikinformationsportal,welches alle relevanten Inhalte und Dienste bündelt, in dieser Form imNetz noch nicht gibt, eine blühende Gemeinde von Musikinteressiertenhingegen schon, und dass die Domäne Musik zahlreiche, sinnvolleMöglichkeiten zur Adaption von Inhalt, Navigation und Präsentationenthält, war Motivation für die Entwicklung eines adaptivenMusikportals.

Abbildungen

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Anschließende Arbeiten

Erkenntnisse dieses Projekts sind in das Projekt SPREADRund das vom BMBF geförderte Projekt WISE eingeflossen. OffeneFragestellungen wurden zudem in der Masterarbeit 'Spreading Activationbased learning for adaptive web applications' (Daniel Westheide) behandelt.